80. Jahrestag der Befreiung des Biberacher Lagers Lindele

Anmeldung für Teilnahme an öffentlicher Gedenkstunde erforderlich

Anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung des Lagers Lindele findet am 23. April um 17 Uhr eine öffentliche Gedenkstunde im Lehrsaal der Hochschule für Polizei (Biberach, Birkenharder Str. 61) statt. Veranstalter sind die Stadt Biberach und der Freundeskreis Guernsey im Verein Städte Partner Biberach. Dabei wird an die vielen Menschen gedacht, die im Lager gefangen waren; insbesondere an diejenigen, die während der Gefangenschaft und Internierung gestorben sind.

Das Lager Lindele wurde im Juni 1939 als Wehrmachtskaserne errichtet und diente schon kurz danach als Gefangenenlager zuerst für französische, dann englische Offiziere und im Winter 1941/1942 als Lager für russische Gefangene und serbische Offiziere.
Ab September 1942 wurden rund 1000 britische Bürger vor allem von der Kanalinsel Guernsey ins Lager Lindele deportiert. Nach über zweieinhalb Jahren wurden sie am 23. April 1945, dem St. Georgstag, durch französische Truppen befreit.

Baubürgermeister Simon Menth wird in Vertretung von Oberbürgermeister Zeidler ein Grußwort sprechen und Stadtarchivarin Ursula Maerker berichtet über die fünfeinhalb Jahre der Geschichte des Lager Lindele. Der Freundeskreis Guernsey hat zudem Zeitzeugen ausfindig machen können, welche über ihre Erinnerung an das Lager berichten.
Aja Gratz wird die Veranstaltung musikalisch begleiten.

Zusätzlich wird am 23. April um 8.30 Uhr die Marktmesse in St. Martin ökumenisch im Gedenken an die Menschen im Lager Lindele gefeiert.
Um 10 Uhr schließt sich ein Gräberbesuch auf dem Evangelischen Friedhof in der Memminger Strasse an.